Grüner Star (Glaukom)

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Als grüner Star oder fachsprachlich Glaukom bezeichnet man eine Gruppe verschiedener Augenkrankheiten. Wie wirken sich diese Augenkrankheiten auf unser Sehvermögen aus und wie schleichen diese Krankheiten über lange Zeit unbemerkt voran?

Dem grünen Star unterliegt die teilweise oder komplette Abklemmung des Sehnervs. Im Verlauf kommt es zur Schädigung dieser Nerven und einer fortschreitenden Einschränkung des Gesichtsfeldes. Die Verbindung zwischen dem, was wir mit den Augen wahrnehmen und der Verarbeitung im Gehirn ist somit unterbrochen. Schlimmstenfalls kann es zur Erblindung kommen.

Grüner Star
Gesunde Augen

Ursachen

Obwohl verschiedene Ursachen zu einem Glaukom führen können, ist ein individuell erhöhter Augeninnendruck die häufigste Ursache. In einem gesunden Auge herrscht ein Innendruck-Wert von 10 bis 21 mmHg. Dies ist ein konstantes Gleichgewicht aus der Produktion und dem Abfluss von Kammerwasser im Ziliarkörper durch den sogenanten Schlemm-Kanal im Augenwinkel. Bei Blockade einer dieser Systeme wird der hydrostatische Druck verändert und der empfindliche Sehnerv abgeklemmt – die Nervenverbindung zum Gehirn ist unterbrochen. Das empfindliche Netz an Blutgefässen, zuständig für die Versorgung des Sehnervs, ist beeinträchtigt in seiner Funktion, den Sehnerv und das Gewebe mit Nährstoffen zu versorgen. Es ist deshalb essentiell, dass Sie umgehend eingreifen, um das Absterben der Nervenzellen – den permanenten Sehverlust – vermeiden zu können.

Symptome

Der grüne Star kann bereits nach dem 40. Lebensjahr auftreten. Leider gibt es beim grünen Star keine klassischen Symptome. Folgendes Phänomen ereignet sich. Das Gehirn überbrückt die fehlenden Informationen mit Informationen aus den intakten Arealen. Oder aber das zweite Auge kompensiert für das krankhafte Auge. Zudem ist die Erkrankung schmerzfrei und schleicht sich meist über mehrere Jahre heran. Aus diesen Gründen fällt den Betroffenen die Erkrankung erst im späteren Stadium auf, wenn der Sehnerv bereits irreversibel beschädigt ist.

Zu einem Notfall wir ein Glaukom dann, wenn es akut auftritt, wobei der Innendruck rasant auf hohe Werte ansteigt (Glaukomanfall): Verspüren Sie Übelkeit und Erbrechen in Kombination mit dem Sehverlust sollten Sie umgehend einen Augenarzt/eine Augenärztin aufsuchen. Es besteht Erblindungsgefahr.

Diagnose

Zur Grunduntersuchung des Auges gehört eine Schaltlampenuntersuchung. Nach einer allgemeinen Beurteilung kann der Augenarzt/die Augenärztin bei Verdacht auf eine Augernerkrankung eine Ophthalmoskopie durchführen. Damit kann der Augenhintergrund im Detail studiert und betrachtet werden. Jenste degenerative Veränderungen, Krankheitsanzeichen oder potentielle Sehnervbeeinträchtigungen und Infektionen können identifiziert werden.

Fällt der Verdacht aufgrund des Krankheitsbild auf ein Glaukom, so wird auch der Augeninnendruck gemessen. Dazu verwendet man eine Tonometrie. Der kleine Messkörper des Tonometers misst mit Druck auf die Hornhaut den Innendruck. Zudem kann der Augenarzt/die Augenärztin Rückschlüsse auf andere Formen des Glaukoms erkennen.

Allfällige Probleme mit dem Abfluss von Kammerwasser im Schlemm-Kanal werden mittels Gonioskopie ermittelt. Besteht bereits ein eingeschränktes Sehen, so kann mit einer Perimetrie die Grösse des noch bestehenden Gesichtsfeldes ermittelt werden.

Benötigen Sie mehr Informationen zur Diagnostik oder zu einer Untersuchung des Augendrucks, wenden Sie sich bitte an unser Spezialistenteam in Wetzikon.

Behandlung und Therapie

Leider lässt sich der entstandene Schaden am Sehnerv nicht rückgängig machen; ein Glaukom ist nicht heilbar. Die gute Nachricht ist, dass durch frühzeitiges Eingreifen das Fortschreiten verzögert oder aufgehalten werden kann. Umso wichtiger ist deshalb die Früherkennung und routinierte Augenkontrolle beim Augenarzt/bei der Augenärztin.

Das Hauptziel einer Behandlung ist die Senkung des Augeninnendrucks. Augentropfen eignen sich dazu bestens. Eine Laserbehandlung wird dann notwendig, wenn die Augentropfen schlecht verträglich sind oder die Wirkung nicht ausreichend ist. In schwerwiegenden Fällen kann auch eine Operation notwendig sein. Dabei erweitert man das Abflusssystem, um ein Gleichgewicht im Kammerwasser-System wiederherzustellen.

Das Glaukom kann auch eine Folgeerscheinung anderer Augenerkrankungen sein. In diesen Fällen wird die Behandlung der Grunderkrankung priorisiert. Es ist wichtig sich daran zu erinnern, dass obwohl dies ein Routineeingriff ist, die Nachsorge sehr intensiv ist und das Sehen nicht verbessern kann. Lediglich der Augeninnendruck wird gesenkt.

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